9. Mai
Die Zeit
ist nur so vorbei gerauscht! Ich habe anderes geschrieben und zu tun gehabt :-) bin am zweiten Artikel für "artgerecht.tier" für die nächste Ausgabe wohl... und die übernächste.
Die Paprika haben ihre Keimzeit hinter sich - einige Pflänzchen dürfen in Nachbars Garten weiter wachsen, einige habe ich auf dem Balkon gelassen.
Der griesgrämige Untermirdrunter-Mieter ist ausgezogen!!! Das ganze Haus atmet auf.... die Kinder spielen wieder Ball... die nächste Nachbarin hat die kleine Lilly samt ihrem Körbchen raus gebracht in die Sonne! Ich muss fürs erste mal nciht Aufpassen, wenn Nugget vom Sofa springt Und ich hoffe, ich erlebe den neuen Mieter nicht mehr und kann vorher weg!
DAnk der Datumsfuchserei des Jugendamtes saß ich fast zwei Wochen ohne Geld da... habe heute endlich mal wieder Fotos für die HP gemacht. Ich hänge ja auch immer noch meiner zweiten HP!
Und ich habe einfach nicht die Kraft, alle meine Paralellwelten gleichzetig zu bedienen. An Tagen mit nur Haushalt passiert am PC nix, als mails lesen und Hunde...
oder umgekehrt und an Tagen mit Arztterminen oder irgendwelchen anderen für mich "schlimmen" TErminen passiert weder Schreiben noch Haushalt... nur noch Hunde!
29. März
...und? Was haben wir heute?
Ein Sohn hatte Geburtstag :-) es war sehr nett!
Das Weihnachtszeug ist nun doch im Keller gelandet :-)
Frühling...
Sehnsucht nach Norwegen...
Paprika-Keimlinge.
...die ewig hängenden Mails aufgearbeitet.
Und ich hoffe, dass das momentane "in-Ruhe-gelassen-sein" anhält.
Zurzeit brauche ich mehr wirklich nicht. Klinik im Herbst... ich plan das mal.
12. März
Was haben wir?
Eine Tochter hatte Geburtstag - und ich habe Funkstille...
Eine Einrichtung in der alte und behinderte Menschen leben und ein Jahr lang durch meine Hunde Spaß erlebten, die jetzt Panik schiebt - völlig zu Unrecht - vor Salmonellen, Würmern, artgerecht weil roh gefütterten Hunden...
Ängste vor einem versiebten Termin... hoffe es noch grade biegen zu können.
Hoffnung auf ein Häuschen mit Garten in Albertshofen... Näheres erfahre ich nächste Woche...
Eine Jule, die kastriert werden muss und die keine Trainingsmöglichkeit in der AWO mehr hat.
Eine Tochter, die schon seit einem halben Jahr an einem Unfall und seinen Folgen laboriert... und dennoch zu Mutter keinen Kontakt braucht...
Immer noch keine Anerkennung für Gabriels Zimmer...
Eine Amtsärztin, die mich nach ellenlanger Wartezeit zu sich holt und... dann - - - doch versteht!!! Die anderen auch ellenlang warten lässt, weil sie für mich Zeit hat!!!
Eine liebenswerte Nachbarin, mit Herz und Tatkraft (die mir die Angst nicht nehmen kann, dass solche Bekanntschaften auch ganz schnell wieder brechen können... hab es schon anderwärts erlebt)
Drei seit Wochen unbeantwortete E-Mails...
Zwei Kisten Weihnachtskram im Schlafzimmer mitten im Weg stehen, die längst in den Keller sollten.
Immer noch eine nicht fertige Küche, und keiner baut mir endlich das Spülbecken ein...
Eine sonderbare Bilanz... und irgendwie möchte ich endlich aufatmen können, nach vorne schreiten, Perspektiven haben, "jaaaa! DAS ist es" rufen können...
Stattdessen haben wir ansonsten:
Stillstand, Gewurschtel in einer zu kleinen Wohnung, Provisorien und Provisorien und Warten auf ein G im Behindertenausweis und die Sehnsucht nach einem Auto und einem Garten... immer noch, immer noch...
Und seit über drei Jahren warte ich, warte, warte und drehe mich im Kreis...
22. Februar
eingefroren fühl ich mich,
zwischen den beklemmenden Eisschollen von Vorschriften und Bürokratie - wieder einmal.
"Meine" Idee vom Hundebesuch vor einem Jahr selber für mich festgemacht und begonnen, wollte ich ausbauen... Stattdessen muss ich mich rechtfertigen!
Wegen meiner Minimal-Impfphilosopie. Wegen meiner Rohfleischfütterung (Krankheitsüberträger, Parasiten!!!! HIlfeeeeeee!!!!)
Wer ist hier eigentlich verrückt?
Eingefroren in Staatsanwalsschaftlicher Ignoranz... wer wenig hat, dem kann man die Gerichtskosten von vor einem Jahr für ein Verfahren, das seinen Ursprung in meiner Krankheit vor vier Jahren hatte - ruhig als Ratenzahlung aufbrummen... das hilft beim "Im-Leben-zurecht-finden" kollossal!
Und wieder und wieder die Frage: was macht ein gesundes, erfülltes Leben aus?! Sicher nicht die beständige Angst, jeden Monat kaum atmen zu können vor Mangelwirtschaft. Den Lebenstraum vor Kälte und Atemnot nicht zu verwirklichen... und in einer Vorschriften-starren Gesellschaft solange die eingeschnittenen Tage zu zählen, bis es für den Lebenstraum einfach zu spät ist...
26. Januar
...schon wieder!
Weihnachten schon wieder vier Wochen vorbei. Die Rudelzusammenführung scheint zunächst gut gelaufen zu sein. Aber da kann man nach zwei Wochen noch nicht alles sagen :-) Drei TErmine AWO... montags, mittwochs, freitags. Mehr werde ich auch nicht hinbekommen. Mein Motto: DAS soll mein Rahmen sein die nächsten Monate: die Hunde sind meine Familie, mein Handwerkszeug für die ARbeit mit den alten und behinderten Menschen und ich gebe darüber KEINE Rechtfertigung mehr ab. Andere Menschen rechtfertigen sich für ihre HObbys und ihre Begeisterung für ihre Arbeit auch nicht laufend... Punkt.
Nur in dem Rhythmus werde ich es schaffen, gut zu leben.
Was mir hilfreich wäre... eine gute gewachsene WG. Mit Gleichgesinnten... Das Lebensumfeld ist also noch offen.
19. Jänner
Also doch!!!
Es hat geklappt... Wie es weiter funktionieren wird, wir werden sehen. Jetzt erst mal: sie ist da. Blitzgescheit, anstrengend, und ich muss mich umstellen - aber mir schreibt niemand etwas vor. Fast niemand. Natürlich habe ich mir viel Gedanken darüber gemacht. Auch wenn die Grantler und Kritiker mich so behandeln, als hätte ich das nicht.
Wenn ich nun endlich die Mainpost mit ins Boot bekäme... wäre es schon mal einfacher... Im Wilhelm-Högner-Haus war ich jeenfalls schon mal mit ihr und dort dürfen wir nun auch am MOntag in den 2. Stock... Montag, MIttwoch und Freitag - jeweils eine Stunde - mehr kann ich nicht und mehr muss auch nicht. Aber der Bedarf ist da und so werde ich wohl auch eine Patin für Jule finden und letztlich das Verständnis auch der Nörgler und Skeptiker. Eine ganz andere Sicht hatte Gabriel mir eröffnet, die ich noch überhaupt nicht bedacht hatte: in ein paar Jahren schaffst Du des gar nicht mehr... Und wenn ich es genau überlege: er hat Recht.
9. Jänner
Nach welcher Philosophie
soll ich mich richten?
Weiter kämpfen und nicht nach geben, auch wenn schon wieder gerufen wird: "irgendwann ist es genug... vielleicht soll es nicht sein, man kann eben nichts erzwingen!"
Oder auf geben - - - die Sache abblasen, und dafür das andere Lager unken hören: man muss doch was tun, um seinen Traum zu verwirklichen. Das wird doch nicht an dem bisschen Weg scheitern!
Nein - es geht grade nicht um Sana und Filou, obwohl das auch passen würde, sehr gut sogar.
In dem Fall geht es aber um meinen Traum, einen Therapiehund auszubilden... ein Hundekind für ein Leben als Therapiehund vorbereiten...
Und es scheint ganz einfach an einem Wegstück von 122 km zu scheitern...???
Welche ist also die richtige Philosophie?
7. Jänner 2012
Manches dauert einfach länger…
So hab ich erst heute entdeckt, wie ich die Links von ihrem grässlichen Blau erlösen kann! Dafür soeben erst gesehen, dass ohne mein wissentliches Zutun die
Schriftfarbe im Gästebuch plötzlich auf Schwarz ist… keine Ahnung warum…
Nur: DAS zeigt ja schon wieder wie wenige Leute wohl nur vorbei kommen. Sonst hätte doch mal jemand das Kontaktformular bemüht und mir gesagt, dass das Gästebuch so
schwarz aussieht….
Ärgerlich auch, dass hier kein "Comic Sans" als Schriftart zu finden ist UND das Ding hier auch meine auf Word gemachte Vorgabe in Comic Sans seit ein paar Tagen NICHT mehr übernimmt... die Götter werden wissen warum...
28. Dezember
Die Welt, in der wir leben… oder: es gibt immer einen der macht und einen der mit sich machen lässt…
Klar habe ich zuerst und sehr schnell und sehr eifrig „ja“ gesagt. Weil man das so macht, wenn einem jemand entgegenkommt. Scheinbar hilfreich und zuvorkommend.
Und erst im zweiten Ansatz, als ich mich schlecht damit fühlte und heulend über den Acker rannte, begann ich zu reflektieren: Man verlangt von mir, den sprichwörtlichen Teufel mit Beelzebub auszutreiben!
Das was mir an Blödsinn durch allen Druck uns Stress meiner Hamsterräder entstanden war, mit Druck und „das schaffst du“ und „da musst du dich halt mal überwinden“ und all den alten Sprüchen wieder gut machen!?
Meinen gefundenen Wochenrhythmus, der mir gut tat und drei Monate am Stück beschert hat, in denen es mir mit meinen Rahmenbedingungen einigermaßen gut ging, soll ich aushebeln um für entstandenes „Unheil“ in 2008 zu büßen. Und sage ich deutlich, (was ich mir selber erst in den letzten Monaten antrainiert habe), dass ich das so nicht kann, bekomme ich zur Antwort: Aber versuchen Sie es doch erst mal.
Und man überhört notorisch, dass ich sage, ich schliefe deshalb schon kaum, alles was ich mir an zusätzlicher Energie dafür abränge, fehle mir für meinen restlichen Alltag.
Diese „da-beißt-man-sich-durch-Mentalität“! Und ein Weichei, wer sich auf seinen Körper und dessen Signale verlässt… wie kann ich nur!
In welcher Welt leben wir! Welche Welt haben wir uns da zurecht gezimmert!
Nochmals habe ich heute, als ich doch auf mein Bauchgefühl hörte und reflektierte, deutlich gemacht, dass ich das so nicht kann. Was
nun passiert? Ich weiß es nicht.
18. Dezember
Ich habe letzte Woche Stollen gebacken.
Es war so schön! So vor mich hin zu wurschteln. Naja, die kleine Küche ist alles andere als praktisch. Ständig steht alles im Weg… aber ich hab nun mal nur diese Küche… auch Plätzchen hab ich einige hin bekommen!
Vor einer Woche das Christbäumchen besorgt… es tut mir einfach so weh und frisst und frisst, dass ich nicht einfach ins Auto steigen kann und so was selber erledigen. Immer muss ich jemanden bitten. Zum heulen oft. Ich würde soooo gern Auto fahren…
Irgendwie scheint die Therapiehund-Idee ein Selbstläufer zu werden. Es kommt irgendwie eins zum anderen. Ich hoffe nur, dass meine Idee, nach Patenschaften für die Kleine durch die Mainpost nicht doch irgendwie bläd war. Antwort hab ich von denen noch keine… auch auf meine zweite Nachfrage. Toll finde ich das nicht. Aber es scheint immer öfter Usus zu werden. Man kriegt ne Mail und antwortet einfach nicht darauf. So erging es mir bei den Rechtsanwälten. Beim Verlag. Bei der Zeitung. Bei einer Anfrage in der „norske Hundeskjule“… bei meiner Bewerbung in Norwegen…
Vielleicht bin ich da falsch informiert worden: ich dachte immer, es gehöre doch zur Höflichkeit, sich wenigstens kurz zu melden…. Und grade im e-mail-Zeitalter dürfte DAS wohl kaum ein Problem sein.
Ich denke diese Tage so oft an Lukas. Lukas, der keine Spuren hinterlassen wollte, sich das von Anfang an vorgenommen hatte – damals in Bad Neustadt. Und der die allertiefsten Spuren bei mir hinterlassen hat. Ohne es zu wollen oder gar zu wissen… Überhaupt: Bad Neustadt. Drei Jahre her, dieses Weihnachten dort. Damals war ich zunächst entsetzt… Jetzt wäre ich gern dort. Geschützt, geborgen… weg vom Dauerkampf, der mir alles abringt. Ob da meine Therapiehund-Idee gut ist? Ob mir die Arbeit hilft, oder eine Belastung wird. Ich muss einfach einteilen. Und das wirklich allen Aussenstehenden auch immer wieder mitteilen! Immer wieder, denn die Menschen sind vergesslich….
Hin und her gerissen bin ich zwischen der Sehnsucht nach einer Hütte an irgendeinem norwegische See, um dort für mich sein zu können. Therapiehunde wird man in Norwegen auch brauchen können… Und dem verkriechen in der Psychosomatischen Klinik. Beides ist grade nicht so meine Realität. Vielleicht kommen die Klarheiten eher, wenn ich nicht so viele Gedanken wälze…
17. November
…ich kämpfe so, und keiner sieht es
Ist das nun gut oder schlecht? Ich MÜSSTE wieder in ambulante Therapie. Im Frühjahr war es mir einfach zu viel. Was genau mir zuviel war, kann ich nicht mal genau sagen. Aber allein der Aufwand, dorthin zu kommen… welche Mühe.
Aber ich muss, wenn ich nicht wieder in die Klinik will. Zurzeit lockt sie einfach mit Abgeschottet sein, mit Nichts-Müssen und mit Aufgehoben sein. Alles Dinge, die nur auf Zeit helfen, ich weiß. Aber auch DAS kann schon gut sein und weiter helfen. Auch das weiß ich. UND es tut dann auch wieder gut, andere zu treffen, die plötzlich mitten in der Unterhaltung sagen: „ich kann das gut verstehen!“ Während ich sagen will, dass man das nur verstehen kann, wenn man es selber erlebt… spüre ich, DASS das so ist. Sie hat es erlebt. Nur mit einem Unterschied: Sie HAT eine Familie, die zu ihr steht und die ihr hilft. - - - Bei mir ist gerade dieses beinahe lebenslange Fehlen mit ein Auslöser…
Aber dennoch tut es gut, zu wissen: es gibt nicht nur Menschen mit Herzerkrankungen, Diabetes… es gibt auch die Menschen, denen man eben nicht ansieht, woraus der Kampf besteht und wie lautlos und heftig er ist. Jeden Morgen wieder und manchmal mehrmals pro Tag…
Nichtsdestotrotz: Yipiehhhh – Ginas Laboruntersuchung hat null Befund gezeigt… Gesund mein altes Mädchen! Bis auf’s schwache Herzerl und den Grauen Star – naja und ein bisschen alterswirr im Kopfi. Aber das macht sie an manchen Tagen fast noch liebenswerter….
Ich bin nicht sicher: hilft mir die größere Konzentration auf die Hundearbeit mehr, ohne Klinik auszukommen. ODER sind die Hunde ein Hinderungsgrund für mich, dem nachzugehen und doch in die Klinik zu gehen. Würde ich gehen, wenn ich nicht die Hunde „weg geben“ müsste? Mit der Angst im Nacken, nachdem was mit Sana und Filou beim letzten Mal passierte? Ich weiß es nicht…
Gabriel kommt am Wochenende… auch schön: zuerst dachte ich, wir machen vielleicht in der Küche weiter…. Aber nun habe ich
beschlossen: Actionfreies Wochenende mit Kaffee und (juhuuu: selbstgebackenem) Kuchen oder so…Alte Videos gucken oder wieder mal Schach versuchen...
11. November
Seit letzten Samstag…
…rufe ich jeden Tag „JUhuuuu“, weil mein Herd angeschlossen ist. Ich habe Muffins gebacken… seit vier Jahren wieder selber backen!!!! Ich habe vorgestern Brot gebacken… es wurde einfach super! Und es wird Weihnachtsplätzchen geben! JAAA – ich hab schon eingekauft dafür. Und warum geht dafür jetzt mein PC nicht mehr? Läuft super und ganz normal… als ich mich mittags hinlege. Und danach ist nichts mehr. Nichts. Kann man sich denn nicht ein einziges Mal ungestraft freuen?
31. Oktober
warum muss ich…
still halten? Man informiert mich darüber, dass meine Tochter auf der Intensivstation liegt, denn „ich bin ja doch die Mutter“. Aber hin soll ich nicht… und alle überschlagen sich mit Tipps warum nicht – bin ich jetzt die Mutter NICHT?
Muss selbst in solcher Lage verkopft und kompliziert gehandelt werden?
Vielleicht wäre das die Chance gewesen… dort eine Weile still am Bett zu sitzen und dann erst mal wieder zu gehen…
Aber ich kann auch so… und krame einfach wieder meinen alten Pragmatismus hervor und prüfe, ob er noch funktioniert… Doch. Es geht noch:
„mein Gott, das ist das Leben!,
Sowas passiert eben,
das schafft sie schon,
natürlich will man ihr zusätzliche Aufregung ersparen,
…,
…,
… .“
Geht doch…
25. Oktober
Wie mir graut
…vor diesem Termin. Es hat sich nichts geändert… Warum auch, warum warte ich immer darauf, dass sich das ändert?
Es ist nun mal so, dass ich diese Panik-Gefühle vor solchen Terminen habe. Vor fast jedem Termin. Und ich finde kein
Mittel, diese Hilflosigkeit zu vertreiben, die Unruhe, die Angst… die Angst, dem was da kommt nicht gewachsen zu sein. Nichts hilft, nichts. Absagen bringt nur Verzögerung...
20. Oktober
Die Tage um bauen
Ist angesagt. Merke ich. Wenn ich mit Norwegisch weiter kommen will, dann geht DAS nur morgens. Danach schreiben. Hunde danach – ruhen und bis zum Abend Hausarbeit oder Einkaufen. Und immer schön die Reihenfolge „Tag mit Event“ – „Tag ohne“ einhalten… Habe ja gemerkt, dass ich nur so gut durch komme.
Wie es nur immer so geht? Da will ich mit Gina „nur schnell eine halbe Stunde“ los, weil es doch stark herbstelt und sie dann auch so müde wird und nur noch langsam tappt. UND? Ich komme nach Haus und sehe dass wir eine ganze Stunde weg waren.
Mit Nugget dann fast eineinhalb Stunden… Immer vergesse ich die Zeit draussen. Aber das ist schön! Immer weniger ärgere ich mich darüber und immer mehr macht mich das froh…
Ich muss und will den Winter ohne Einbrüche und „wiedermal dunkel“ schaffen. Ich kenne ja alle Fakten… es muss gehen!
13. Okt. 2011
Schreibt und vernetzt sich
wieder mehr mit Schreibenden. Hab ich mir vor genommen. Wie Frederik, die Maus aus dem was mir an Sommerfarben durch Kopf und Herz wabert, zu etwas farbenfrohem, nahrhaftem, erfreulichem verweben, verstricken, verdichten… Und habe heute schon mal damit begonnen, nachzusehen, was denn andere so machen… an Vielwörterei. Hat mich angeregt, angespornt…
Wenn mir nun noch jemand sagen könnte, wie um alles in der Welt ich es schaffe, auf meinen Hundewanderungen noch Stift und Papier mitzuführen…. Um alle Ideen sofort zu notieren ohne den nächsten Hasen aus den Augen zu lassen, den eigentlich noch niemand sehen kann…?!?!?!
Tipps werden gerne entgegengenommen J
Nein, im Ernst: ich bin fest dazu entschlossen, diesen Herbst OHNE Klinikaufenthalt hinzubekommen… und treffe Vorkehrungen dazu!
7. Oktober
Nun wird’s doch Zeit
mal meine Botanik langsam vom Balkon zu holen und nach den Jacken und festen Schuhen zu gucken. Gestern, als mir mein Jäckchen mitten in der Hunderunde dann doch wieder zu warm wurde, obwohl schon kühleres Wetter vorher gesagt war, dachte ich spontan: ich hätte gar nix dagegen, wenn nun wirklich Herbst wird!
Ich war erstaunt über mich: klar war dieser lange Spätsommer mit wirklich Superwetter noch angenehm. Sommerklamotten und nur für den Abend was zum Überziehen nicht vergessen… war alles klasse… Aber abends, als dann der Wetterumschwung doch da war, war ich komplett ohne Wehmut: Herbst. Nicht dass ich nach drei oder vier Wochen Novemberwetter auch auf den Stimmungstiefpunkt käme… Nur: es war eine runde Sache: ich habe diese warmen Tage genossen. Dass meine Tomaten – die dieses Jahr in zwei Auflagen blühten und Früchte machten – noch die zweite Charge rot bekamen. Dass meine Paprika, die ich im nassen Juli schon aufgegeben hatte doch noch dunkel-orange wurden… Aber nun ist es Zeit! Haben wir eine innere Uhr für so was? Und was passierte mit dieser inneren Uhr, wenn wir am anderen Ende der Welt lebten…
15. September
Der Gegenbeweis…
Habe mir nach drei Wochen Ferien-Event mit Gabriel (ich staune immer wieder, wie gut wir die anfallenden Konflikte hinbekommen, das liegt sicher auch an der Arbeit der Waldhaus-Leute!) eine komplette Ruhewoche eingeräumt… und es geht. Eine einzige Panikattacke am Sonntag-Abend… weil der Zug einfach zu voll war und meine Festplatte auch. Dann striktes Abblocken aller Aktivitäten außer Hunde und Einkaufen… klar muss ja. Und es geht: kein absoluter break-down, wie schon oft beobachtet, wenn ich weiter wurschtel nach altem Prägemuster.
Wenn es denn auch die Umwelt endlich begreifen würde!!!!
01. September 2011
tiefpunkte
wiedermal. Nach zwei tollen Sommerwochen holt’s mich halt wieder ein. Zuviel Aktion, zuviel angefangen, zu viel um die Ohren.
Montag fing es schon an, gestern mich nur durch den Tag geschleppt und abends nur noch mit Mühe meine Nasen raus gebracht. Also muss ich mich wieder an die straffere Einteilung halten: Nach einem Tag mit Aktion und Event unbedingt ein Tag zu Haus. Anders geht’s nicht.
19.08.2011
gegen das Stillstandsgefühl in mir
kämpfe ich an. Ob ich erfolgreich sein werde, weiß ich noch nicht. Um nicht zu viel darüber nachdenken zu müssen, ergehe ich mich in den Feinarbeiten auf meiner nun „umgezogenen“ Homepage. Ihr seht ja selbst, dass der Feinschliff noch fehlt ;-)
Aber das löst das Problem natürlich nicht. Auf den Bescheid zur Rente warten und dann doch das Abenteuer Norwegen angehen? Mit Rentenbezug grundsätzlich möglich… und noch will ich Norwegen nicht aufgeben!
Aber Norwegen ist nicht alternativlos… finde ich das Traumhäuschen für mich hier irgendwo, dann werde ich sicher spüren, dass es DAS ist. Aber wie viel Geduld braucht es dazu?
Meine Therapiehund-Idee… liegt und liegt auf Eis, solange ich hier an dieses Wohnüngchen gekettet bin. Wo ist denn nur die Tür, die noch aufgehen muss? Oder ist es ein Fenster?